Messleitwagen

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Der Messleitwagen (MLW) wurde im Jahr 2013/2014 auf Basis eines Mercedes Benz Sprinter 516 Bluetec durch die Firma Martin Schäfer Gmbh in Oberderdingen-Flehingen gebaut, und ist seit September 2014 im Einsatz. Er ist Eigentum des Landkreises Vechta und Bestandteil des Gefahrgutzuges des Kreises. Stationiert ist das Fahrzeug bei der Freiwilligen Feuerwehr Dinklage.

Das Fahrzeug hat Platz für vier Feuerwehrkameraden und wird bei Gefahrguteinsätzen und bei größeren Bränden von Kameraden der FF Dinklage besetzt und bedient.
Der Messleitwagen verfügt über drei fest eingebaute TETRA Digitalfunkgeräte und einem fest eingebauten 4m-Band Analogfunkgerät die über zwei Funk-Bedienplätze zentral von der Besatzung bedient werden können. Zusätzlich stehen vier TETRA Digital-Handsprechfunkgeräte und drei 2m-Band-Analog-Handsprechfunkgeräte zur Verfügung.

Zur Navigation zum Einsatzziel wurde ein mit einem TETRA-Digitalfunkgerät gekoppeltes Navigationsgerät eingebaut. Diese Kombination ermöglicht es, dass die Einsatzdaten direkt von der Einsatzleitstelle zum MLW gesendet werden können, und das Navigationsgerät damit automatisch zum Einsatzort navigiert.

Zur weiteren Kommunikation verfügt der MLW über eine Mobilfunktelefonanlage mit Telefon- und Telefaxbetrieb sowie über zwei Car-PCs mit LTE-Internetzugang und E-Mail-Funktion. An der Telefonanlage sind zwei schnurgebundene und zwei schnurlose Telefone angeschlossen. Die Car-PCs sind mit je einem Bildschirm ausgerüstet und über ein im Fahrzeug integriertes Netzwerk verbunden. Zum faxen, drucken und scannen wurde ein Multifunktionsfarblaserdrucker eingebaut. Auf dem Besprechungsplatz wurde ein dritter Monitor im Splitbetrieb installiert.

Die Spannungsversorgung wird über zwei 12V-Batterien mit entsprechenden 230V-Wechselrichtern sichergestellt. Für den stationären Betrieb steht eine externe 230V-Einspreisung zu Verfügung, die durch den ebenfalls zur Ausstattung gehörenden Stromgenerator gespeist wird.

Zur Standortabsicherung sind Warn-, Absperr-, und Signalgeräte sowie im Heck ein Blinklichtbalken vorhanden. Als Wetterschutz sind eine Außenmarkise sowie eine Klimaanlage und eine Standheizung eingebaut.

Die wichtigsten Aufgaben des Messleitwagens sind die Erkennung von Gefahrstoffen in der Luft und im Wasser, sowie die Auswertung von Messergebnissen. Zur Durchführung von Messungen stehen vier Mehrgasmessgeräte der Firma Honeywell (mit Sensoren für Ex-Gemische, Sauerstoff, Kohlenmonoxid und Sauergas), drei Sätze Simultantest (Set I, II, III und Leitsubstanzen), ca. 30 Sätze Prüfröhrchen, Gassspürpumpen, ein elektrisches pH-Messgerät, pH-Teststreifen, Öltestpapier und Wassernachweispaste zur Verfügung. Um die Messergebnisse gezielt auswerten zu können, stehen Tabellenwerke, Gefahrstoffregister und ein umfangreiches Kartenwerk bereit.

Zusätzlich verfügt der MLW über einen pneumatisch ausfahrbaren Mast, auf dem ein Windsack und eine Wetterstation aufgebaut werden können. Auf den Car-PCs sind verschiedene Gefahrstoff-Softwares und ein Wetterprogramm installiert.

Die Ausrüstung des Fahrzeuges wird unter anderem ergänzt durch: vier Pressluftatmer mit Zubehör, zwei Chemikalienschutzanzüge Form 3, mehrere Flüssigkeitsschutzanzüge für den C-Einsatz Form 2, Heumesssonde und Auffang- und Dichtmaterial.