Feierliche Übergabe des neuen Hilfeleistungslöschfahrzeugs HLF 20

Ersatzbeschaffung für das 25 Jahre alte LF 16 offiziell an die Feuerwehr Dinklage übergeben

image001Zu einem besonderen Anlass konnte Stadtbrandmeister Alfred Dinkelmann am vergangenen Freitag zahlreiche Gäste im Dinklager Feuerwehrhaus begrüßen. In einer kleinen Feier überreichte der Bürgermeister Frank Bittner den Schlüssel für das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20 an den Dinklager Stadtbrandmeister. Das HLF 20 ist eine Ersatzbeschaffung für das 25 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug LF 16.

Neben Bürgermeister Frank Bittner, Kämmerer Carl-Heinz Putthoff und dem Rat der Stadt Dinklage waren Vertreter des Malteser Hilfsdienst Dinklage der Einladung gefolgt. Die evangelische Pfarrerin Andrea Hilgen-Frerichs und der katholische Pfarrer Johannes Kabon segneten das Fahrzeug. Des Weiteren waren der stellvertretende Kreisbrandmeister Udo Schwarz, die Orts-, Gemeinde- und Stadtbrandmeister der Nachbarfeuerwehren mit deren Stellvertretern, Kreisfeuerwehrbereitschaftsführer Manfred Kathmann, Kreisfeuerwehrpressewart Reinhard Ahlers und  der Leiter der Feuerwehrtechnischen Zentrale Andreas Moorlampe erschienen. Die öffentliche Landesbrandkasse wurde durch Bereichsdirektor Frank Schwerter vertreten. Ebenfalls begrüßte der Stadtbrandmeister den Vertreter der Firma Ziegler aus Gingen, Norbert Blanke, den Vertreter der Daimler AG, Marcel Maruska, sowie die anwesende Presse.

„Die technischen Voraussetzungen ändern sich stetig“, betonte Bürgermeister Bittner in seinem Grußwort. Daher sei es erforderlich, diesen stetigen Änderungen mit einer technisch zeitgemäßen Ausstattung entgegenzukommen. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Udo Schwarz lobte in diesem Zusammenhang die vorbildliche Zusammenarbeit der Stadt Dinklage mit ihrer Feuerwehr. Mit einem kleinen Präsent bedankte sich Norbert Blanke von der Firma Ziegler ebenfalls für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Wegen des hohen Alters und der gestiegenen technischen Anforderungen wurde eine Ersatzbeschaffung für das Löschgruppenfahrzeug LF 16 notwendig.  Aufgrund der hohen Gesamtanschaffungskosten von 310.000 Euro (ohne Beladung) wurde die Anschaffung auf zwei Haushaltsjahre aufgeteilt. Die Öffentliche Landesbrandkasse bezuschusste die Anschaffung mit 12.000 Euro. Im Jahr 2015 wurde zunächst das Fahrgestell von der Firma Daimler AG beschafft und im Jahr 2016 der Aus- und Aufbau durch die Firma Ziegler realisiert. Das Fahrzeug konnte schließlich im Dezember 2016 abgeholt werden und hat sich seit dem bei Einsätzen sehr gut bewährt.

Das HLF 20 entspricht der neuen Norm. Es wurde in einigen Punkten angepasst, damit es im Gesamtkonzept der weiteren Fahrzeuge der Feuerwehr Dinklage integriert ist und somit eine optimale Einsatzabarbeitung ermöglicht wird. Das Fahrzeug basiert auf einem 4×4 allradbetriebenen Mercedes Benz Atego Fahrgestell 1730 AF mit einer Motorleistung von 300 PS und einem Telligent-Schaltautomatik-Getriebe. Es ist eines der bisher noch wenigen Feuerwehrfahrzeuge, die der Euro 6 Norm entsprechen.

Der Fahrzeugaufbau wurde von der Firma Ziegler realisiert. Die Mannschaftskabine vom Typ Z-Cab ermöglicht durch die Bauart sowie den vier untergebrachten Atemschutzgeräten (zwei weitere Atemschutzgeräte im Aufbau) eine optimale Ausrüstung der Feuerwehrkameraden bereits auf der Anfahrt zum Einsatzort. Weiterhin besitzt das Fahrzeug einen 2.400 Liter fassenden Löschwassertank. Die Feuerlöschkreiselpumpe hat eine Leistung von 2.000 Liter Wasser pro Minute bei 10 bar Ausgangsdruck. Eine Besonderheit ist die integrierte Schaumzumischanlage, welche eine Zumischrate ab 0,3 % zulässt.

Im Fahrzeugaufbau befinden sich weiterhin Gerätschaften zur Brandbekämpfung sowie sämtliche Ausrüstungsgegenstände, die zur technischen Hilfeleistung benötigt werden (z.B. bei Verkehrsunfällen). Des Weiteren ist ein pneumatisch ausfahrbarer Lichtmast integriert, der mit 6 LED-Scheinwerfern bestückt ist. Die Elektronik im gesamten Fahrzeug ist mit einem CanBus-System ausgestattet, wodurch es möglich ist, Gerätschaften (wie z.B. Stromerzeuger) aus dem Pumpenraum fernzustarten. Weiterhin werden dadurch sämtliche installierte Fahrzeugeinrichtungen (z.B. Lichtmast, Türen) überwacht. Am Fahrzeugheck befinden sich zwei fahrbare Ein-Mann-Haspeln, die jeweils mit sieben B-Schläuchen (gesamt 280 Meter) bestückt sind.

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